Seit dem 13.03.2017 können wir Yehor Chernyshov als Mitglied unseres Teams begrüßen und sind verdammt stolz darauf. Yehor ist 29 Jahre alt und gebürtiger Bulgare, lebte bis vor kurzem noch in der Ukraine und ist jetzt unser neuer Junior Web Developer.

Wie kommt es, dass ein Bulgare aus der Ukraine jetzt in Deutschland bei cnx arbeitet?

Als IT-Agentur hält man ja ständig die Augen offen und sucht nach hochkarätigen Talenten und kreativen Köpfen. Doch nicht alle schauen wirklich über den Tellerrand und trauen sich, mal etwas neues auszuprobieren. Für uns war diese Erfahrung definitiv etwas neues und aufregend noch dazu. Fangen wir doch am Anfang an. Der erste Kontakt mit Yehor entstand über XING und eine Bewerbung landete im Mail- Postfach. Damals lebte er noch über 1700 Kilometer weit weg in der Ukraine und suchte eine Möglichkeit international zu arbeiten.

Seine Bewerbung kam für uns genau zum richtigen Zeitpunkt und wie wir später im Gespräch mit ihm erfahren haben, suchte er nicht nur einen Job, sondern wollte sein Leben auf ein neues Level bringen. Yehor überzeugte uns nicht nur von seiner Professionalität, sondern auch durch seine selbstsichere und unkomplizierte Art. Aber bis er dann schließlich hier in Köln in unserem Büro sitzen konnte, vergingen noch mehrere Wochen. Und trotz der weiten Entfernung entschlossen sich Jan Terwelp, unser Geschäftsführer, und Jürgen Schäfer, Sales und Human Resources dazu, Yehor kennen zu lernen und eine Zusammenarbeit möglich zu machen.

”I was very nervous.”

grinste Yehor, als ich ihn nach dem Vorstellungsgespräch fragte, welches er mit Jan und Jürgen über Skype geführt hatte. Wenn man Yehor nach dieser Zeit fragt, dann antwortet er, dass es ganz viel Nerven gekostet hat. Denn aus der Ukraine aus der Entfernung alles zu organisieren und auf die Verträge zu warten, das dauert. Die Postwege dauern eben länger als eine Email. Für uns waren das auch ganz neue Erfahrungen und auch wir saßen auf heißen Kohlen, als Yehor dann endlich hier in Deutschland ankam.

Jan und Jürgen haben ihn persönlich am Flughafen abgeholt und geholfen die ersten wichtigen Sachen zu regeln. Von Wohnungssuche bis zur Anmeldung eines Bankkontos und die Besorgung des täglichen Bedarfs um so gut wie möglich den Empfang und die Zusammenarbeit zu gestalten. Jürgen tat sein Bestes, um alles vorzubereiten, was Yehor nicht aus der Ukraine erledigen konnte. So fand er schnell eine Wohnung für ihn und machte einen Termin bei der Bank, um ein Konto zu eröffnen.

Und endlich war der Tag gekommen, an dem Yehor mit dem Flugzeug aus Sofia in Deutschland landete.

“Ich weiß noch genau: Das erste was Yehor zu uns sagte war: I’m so glad that you are here guys!”

erinnerten sich beide an ihr erstes Treffen zurück. Einige von euch haben sicherlich schon fremde Kulturen erleben dürfen und haben damit auch andere Gebräuche kennen gelernt. Besonders spannend ist es allerdings, wenn jemand sich über deine Alltagssituationen wundert. Wenn man Yehor über seine bisherigen Erfahrungen mit uns Deutschen fragt, dann findet er es komisch, dass wir unsere Fahrräder abschließen, aber die Obsthändler ihre Waren einfach so auf die Straße stellen.

Warum, dass so ist konnten wir ihm auch noch nicht erklären. Jetzt ist Yehor schon seit einem Monat in Köln und auch bei uns. Das Konto bei der Sparkasse ist eingerichtet und ein Klingelschild hängt an der Tür. Alles hat geklappt und ist für uns persönlich ein großer Erfolg. Wir wissen jetzt worauf es ankommt und können international nach neuen Talenten suchen.

“Es war wirklich spannend und es hat Spaß gemacht. cnx kann jetzt auf internationaler Ebene Ausschau halten, in dem Wissen, dass wir es schon ein mal geschafft haben.”,

erklärte mir Jürgen. Zum Abschluss wollte ich noch von Yehor wissen, was für einen Eindruck von cnx und von Köln hat.

“Cologne is quiet but life.”

war seine Beschreibung und ich finde sie sehr treffend.

“You can smile and the people will smile back, that is awesome.”

erläuterte er seine Eindrücke.

“cnx looks a bit like a Google office.”

lachte er. Wenn das nicht mal ein Kompliment ist? Yehor erzählte mir, dass alle ausnahmslos freundlich und hilfsbereit ihm gegenüber waren. Ob er eine Frage zu einem Projekt hatte und nur die Kaffeemaschine nicht funktionierte. Jeder half ihm einen guten Einsteig in die Firma zu bekommen und sich einzuleben.

Hiermit möchte ich Yehor auch noch mal herzlich Willkommen heißen und mich für das Interview bedanken.