Wir von cnx arbeiten sowohl in Köln als auch in Berlin. Beide Städte sind so unterschiedlich wie sie sich ähneln. Um einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, haben wir uns entschlossen eine kleine Miniserie auf unserem Blog zu starten: KFBA/BAKF oder auch: Kölner Fragen, Berliner Antworten/Berliner Fragen, Kölner Antworten. Hier werden die großen Fragen, die man schon immer mal der anderen Seite stellen wollte, von unseren Kollegen beantwortet. Denn was macht mehr Spaß als gängige Stereotype, Klischees und Mentalitätsunterschiede auszugraben und auszustellen? Viel Spaß mit unserer zweiten Folge, diesmal mit den Fragen der Berliner an ihre Kölner Kollegen.

Was ist der Unterschied zwischen rechtsrheinisch und linksrheinisch ?

Die Stadtteile Deutz, Kalk, Porz und Mühlheim gehörten zur rechtsrheinischen Seite, auch genannt die “schäl Sick”, die bedeutungslose Hälfte Kölns. Dieser Ruf liegt wohl in der Geschichte begründet. Während die Römer auf der linken Rheinseite schon vor 2000 Jahren an den Fundamenten des heutigen Kölns bauten, war auf der rechten Seite germanisches Feindesland. Feste Siedlungen entstanden hier erst Jahrhunderte später. Zu spät, um den linksrheinischen Vorsprung einzuholen? Darüber spalten sich heute noch die Meinungen, denn auch die schäl Sick hat ihre Vorteile. Doch rein objektiv betrachtet ist diesseits der Hohenzollernbrücke mehr los. Linksrheinisch sind Kölns Innenstadt sowie die fünf Stadtbezirke Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler, Lindenthal, Rodenkirchen und zahlreiche Veedel. Das urkölsche Zentrum ist unangefochtener Lebensmittelpunkt aller Kölner. Vor allem die Südstadt vereint all das was Köln ausmacht: Hier treffen sich echte kölsche Jung und Mädcher. Auch die besten Bräues (Brauhaus) findet man linksrheinisch. Doch was man auf beiden Rheinseiten gleichermaßen vorfindet, ist die Liebe zum 1. FC Köln. “Ehrenfeld, Raderthal, Nippes, Poll, Esch, Pesch un Kalk. Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle.”

Warum seid ihr immer so freundlich ?  

„Man kennt sich, man hilft sich“ – diese Worte von Konrad Adenauer sind der Grundsatz fast aller Kölner. Köln mag zwar eine Millionenstadt sein, doch die Veedel (Stadtteile) sorgen für einen “Dorfcharakter”. Der Kölsche Klüngel oder Neudeutsch “das Netzwerk” hält zusammen, ist extrovertiert und locker. Unser Kölsches Grundgesetz regelt das Leben  und den Karneval. Kölsch ist bei uns nicht nur ein Bier, denn es vereint den Klüngel und kann fast schon als “Muttermilchersatz” angesehen werden. Wir sind kommunikativ und offen für neue Menschen. Einfach gesagt: Köln ist ein Lebensgefühl.